OpenAI Dots: Was ist das – und gibt es Dots in Deutschland?

OpenClaw Team

OpenAI Dots sind persönliche KI-Agenten, die in ChatGPT rund um die Uhr für Sie arbeiten. OpenAI hat sie am 29. September 2026 auf dem DevDay in San Francisco vorgestellt, als erstes Produkt der Keynote. Ein Dot läuft auf GPT-6 Astra in einem eigenen Cloud-Rechner, greift auf mehr als 4.000 Apps zu, arbeitet weiter, wenn Sie ChatGPT längst geschlossen haben, und meldet sich, sobald er Sie braucht.

Für Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat der Start allerdings einen Haken: Wer hier ChatGPT Pro abonniert hat, bekommt vorerst keinen Dot. OpenAI nimmt Pro-Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und in der Schweiz zum Start ausdrücklich aus. In der DACH-Region führt der Weg zum Dot derzeit vor allem über einen Business-Premium-Platz in ChatGPT Business.

Mit Dots startet zudem schon der dritte große persönliche Agent innerhalb von sieben Wochen. xAI hat am 11. August Grok Bot gestartet, Meta am 8. September Muse, und nun zieht OpenAI nach. Alle drei verfolgen dieselbe Idee, die das Open-Source-Projekt OpenClaw des Österreichers Peter Steinberger Anfang des Jahres populär gemacht hat. Steinberger selbst arbeitet seit Februar bei OpenAI.

In diesem Artikel erfahren Sie, was OpenAI Dots können, was sie kosten, wer sie hierzulande nutzen kann und wo ihre Grenzen liegen. Anschließend vergleichen wir Dots, Muse, Grok Bot und OpenClaw Punkt für Punkt.

Das Wichtigste in Kürze

  • OpenAI Dots laufen auf GPT-6 Astra, jeder Dot auf einem eigenen Cloud-Rechner, mit Zugriff auf mehr als 4.000 Apps. Sie erreichen Ihren Dot in ChatGPT (per Text oder Sprache), in Slack und in Microsoft Teams; SMS und Anrufe sind angekündigt. Der erste Dot ist in ChatGPT Pro (ab 100 $ im Monat) und Business Premium (125 $ pro Platz und Monat) enthalten.
  • In Deutschland, Österreich und der Schweiz gehen Pro-Kunden zum Start leer aus. Business Premium gibt es dagegen in allen Regionen, in denen ChatGPT angeboten wird, auch in der EU.
  • Meta Muse ist kostenlos nutzbar (Abos für 20 und 100 $), aber nur in den USA und Kanada. Grok Bot gibt es nur im Paket mit SuperGrok- und Cursor-Abos, und alle Ihre Bots teilen sich einen Cloud-Rechner.
  • Alle drei sind geschlossen und an das Modell ihres Herstellers gebunden. OpenClaw ist Open Source, arbeitet mit GPT, Claude, Gemini, Mistral oder lokalen Modellen und läuft überall, auch in Deutschland.
  • Wer OpenClaw ohne eigenen Server nutzen möchte, bekommt bei open-claw.org eine private OpenClaw-Instanz in der Cloud, mit Guthaben für GPT-6 Astra, Claude Opus 5 und Gemini, ab 39,90 $ im Monat.
OpenAI Dots, Muse, Grok Bot und OpenClaw im Vergleich (Englisch)

OpenAI Dots, Muse, Grok Bot und OpenClaw im Überblick

OpenAI Dots Meta Muse Grok Bot (xAI) OpenClaw
Start 29. September 2026 8. September 2026 11. August 2026 November 2025 (damals als Clawdbot)
KI-Modell Nur GPT-6 Astra Nur Muse Spark Grok-Modelle von xAI, keine Auswahl Frei wählbar: GPT, Claude, Gemini, DeepSeek, Mistral, lokale Modelle und mehr
Läuft auf Einem eigenen Cloud-Rechner bei OpenAI Privater VM in Metas Cloud Einem Cloud-Rechner, den sich alle Ihre Bots teilen Ihrem Rechner, Ihrem Server oder einer gehosteten Instanz
Bedienung über ChatGPT (Text und Sprache), Slack, Teams; SMS und Anrufe angekündigt Muse-App, muse.ai, Mac-App, WhatsApp Grok-Bot-App für Desktop und Smartphone WhatsApp, Signal, Telegram, Slack, Discord, Microsoft Teams und 20+ weitere
Apps und Werkzeuge 4.000+ ChatGPT-Apps und -Plugins Von Meta geprüfte Konnektoren Meldet sich wie ein Mensch bei Websites an; lernt durch Zuschauen Skills und Plugins, die Sie installieren oder selbst schreiben
Einstiegspreis ChatGPT Pro (ab 100 $/Monat) oder Business Premium (125 $ pro Platz und Monat) Gratis; Abos für 20 und 100 $ Im SuperGrok- oder Cursor-Abo enthalten (ab 20 $/Monat) Software kostenlos; gehostet ab 39,90 $/Monat inkl. 40 $ API-Guthaben
In Deutschland Pro: vorerst nein · Business Premium: ja Nein (nur USA und Kanada) Keine Ländersperre angekündigt; SuperGrok- oder Cursor-Abo nötig Ja
Open Source Nein Nein Nein Ja (MIT-Lizenz)

Was ist OpenAI Dots?

Ein Dot ist ein persönlicher Agent, der im Hintergrund an Ihren Zielen arbeitet. Sam Altman beschrieb das Prinzip so: Man soll einem Dot anspruchsvolle Arbeit übertragen können wie einem sehr selbstständigen Entwickler oder seiner rechten Hand. Sie sagen, was erledigt werden soll, und der Dot bleibt dran, Stunde um Stunde. Auf der Bühne nannte Altman ihn „an AI helper that always has your back“, also einen KI-Helfer, der Ihnen den Rücken freihält.

Sam Altman stellt OpenAI Dots auf dem DevDay 2026 vor; ein Smartphone zeigt den Dot „Alfred“, der Slack und E-Mails zusammenfasst Dots auf der DevDay-Bühne: Der Demo-Dot „Alfred“ hat Slack und E-Mails schon gelesen, meldet nichts Dringendes und nennt drei Dinge, die Sie sich ansehen sollten. (Bild: OpenAI DevDay, Livestream)

Das kann ein Dot heute:

  • Auf einem eigenen Rechner arbeiten. Jeder Dot bekommt einen Cloud-Rechner mit Browser, den Sie jederzeit öffnen können, um ihm bei der Arbeit zuzusehen. Mit Ihrer Erlaubnis arbeitet er auch auf Ihrem eigenen Laptop.
  • Ihre Apps nutzen. Er nutzt die Apps, die Sie bereits mit ChatGPT verbunden haben. Laut OpenAI funktionieren mehr als 4.000 Apps mit Dots, darunter Gmail, Google Kalender, Slack, GitHub, Notion und Outlook.
  • Weitermachen, wenn Sie weg sind. Ein Dot arbeitet weiter, wenn das ChatGPT-Fenster geschlossen ist, schickt Zwischenstände und meldet sich nur, wenn Sie etwas prüfen oder freigeben müssen.
  • Ihre Arbeitsweise lernen. Er merkt sich, wofür es sich lohnt, Sie zu unterbrechen, und welche Entscheidungen Sie ihm gern überlassen.
  • Über mehrere Kanäle erreichbar sein. Sie schreiben oder sprechen mit Ihrem Dot in ChatGPT am Desktop, im Web und auf dem Smartphone oder erreichen ihn in Slack und Microsoft Teams, und der Kontext wandert mit. Als Nächstes sollen SMS und Telefonanrufe kommen.

DevDay-Folie mit „4K+ apps“, die Dots über ChatGPT nutzen können, daneben ein Smartphone mit ChatGPT-Plugins wie Gmail und Google Kalender Dots nutzen dieselben Plugins, die Sie in ChatGPT verbunden haben. (Bild: OpenAI DevDay, Livestream)

Die Einrichtung geht schnell: Sie öffnen Ihren Dot in der ChatGPT-Desktop-App oder im Browser am Rechner, geben ihm einen Namen, verbinden Ihre Apps, und er legt los. Danach können Sie auch unterwegs in der ChatGPT-App auf dem Smartphone mit ihm weiterreden.

Gerade für Unternehmen, deren Alltag in Outlook und Microsoft Teams stattfindet, ist das interessant: Der Dot sitzt dort, wo ohnehin gearbeitet wird, statt in einer weiteren App.

Ein Dot schreibt Ihnen – und wartet auf Ihr Okay

Der menschlichste Moment der Präsentation: Ein Dot namens Todd schreibt seinem Nutzer wegen des Abendessens. Todd hat bemerkt, dass sich das Projekt „Launch Prep“ bis in den Abend zieht. Also sucht er zwei Lieferoptionen samt fertigem Warenkorb heraus – mexikanisch für rund 29 $, thailändisch für 41,33 $ – und wartet ab. Die Antwort des Nutzers: Es soll mexikanisch werden, aber bitte noch nicht bestellen. Todd bestellt nicht.

Animierte Demo: Ein Dot namens Todd schickt per Textnachricht zwei Vorschläge fürs Abendessen mit Warenkorbpreisen und wartet, nachdem der Nutzer ihn bittet, noch nicht zu bestellen OpenAIs SMS-Demo. Textnachrichten und Anrufe sind angekündigt, einen Termin nennt OpenAI aber noch nicht. (Bild: OpenAI)

Die Szene zeigt, wie OpenAI über Kontrolle nachdenkt. Ab Werk gilt:

  • Eingebaute Regeln legen fest, wann ein Dot allein handeln darf und wann er fragen muss.
  • Eigene Regeln erlauben oder blockieren bestimmte Aktionen oder machen sie freigabepflichtig.
  • Auto-Review prüft jeden Schritt, der Ihre Konten betreffen oder Informationen weitergeben könnte.
  • Eigenständige Recherche hat nur Lesezugriff. Wenn ein Dot von sich aus recherchiert, darf er Ihre verbundenen Daten lesen, aber keine Nachrichten verschicken, keine Inhalte ändern und keinen Browser steuern.
  • Heikle Aktionen bleiben bei Ihnen. Passwörter ändern immer nur Sie selbst, und gespeicherte Passwörter kann ein Dot verwenden, ohne dass das Modell sie je zu sehen bekommt.

OpenAI räumt offen ein, dass Dots trotzdem Fehler machen können, und rät, alles Wichtige selbst zu prüfen. Die nächste Modellversion, GPT-6.1 Astra, hält das Unternehmen vorerst zurück: Laut OpenAI hält sie sich noch nicht zuverlässig genug an Auftrag und erteilte Befugnisse.

Für Datenschutzbeauftragte ist dieses Regelwerk der eigentlich spannende Teil der Ankündigung. Ein Agent mit Dauerzugriff auf Postfach, Kalender und Firmen-Apps lässt sich nur sinnvoll einführen, wenn vorher klar ist, was er ohne Rückfrage tun darf. Wer Dots im Unternehmen einsetzen will, sollte diese Regeln deshalb festlegen, bevor der erste Dot Zugriff auf echte Konten bekommt.

OpenAI Dots: Preise und Verfügbarkeit

Das bekommen Sie
Für wen ChatGPT Pro und Business Premium, schrittweise ab 29. September; Enterprise, Edu und Healthcare als Beta, die Admins erst einschalten müssen
Preis Der erste Dot ist ohne Aufpreis im Tarif enthalten. ChatGPT Pro beginnt bei 100 $ im Monat, ein Business-Premium-Platz kostet 125 $ im Monat (100 $ bei jährlicher Abrechnung)
Nutzung Chats mit Ihrem Dot werden nicht auf Ihre ChatGPT-Limits angerechnet, im ersten Monat gelten erweiterte Limits. Aufgaben, die er in Codex oder ChatGPT Work anstößt, werden wie üblich angerechnet
Weitere Dots Sollen später gegen eine feste Monatsgebühr kommen, ebenso Optionen für mehr Tempo oder mehr Arbeit pro Monat. Preise nennt OpenAI noch nicht
Wo Nur in ausgewählten Ländern (bei OpenAI „eligible markets“). Pro-Kunden im EWR, in Großbritannien und in der Schweiz sind zum Start ausgeschlossen, Nutzer unter 18 Jahren ebenfalls

Der Rollout läuft schrittweise. Bis ein Dot in Ihrem Konto auftaucht, können laut OpenAI einige Tage vergehen.

Für Unternehmen testet OpenAI außerdem Specialist Dots: Agenten auf Organisationsebene, die Ziele, Kontext und Feedback des Unternehmens kennen und sich um Buchhaltung, E-Mail-Marketing, juristische Analysen oder Support-Tickets kümmern. Das Pilotprogramm ist bislang begrenzt. Auch ganze Teams aus Dots, die zusammenarbeiten, stehen auf der Roadmap.

DevDay-Folie „Specialist dots“ mit den Bereichen Buchhaltung, E-Mail-Marketing, juristische Analyse und Ticketbearbeitung Specialist Dots laufen in einem begrenzten Pilotprogramm für Unternehmen. (Bild: OpenAI DevDay, Livestream)

Gibt es OpenAI Dots in Deutschland, Österreich und der Schweiz?

Ja, aber nicht für jeden. Entscheidend ist der Tarif:

  • ChatGPT Pro: vorerst nein. Pro-Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum, also auch in Deutschland und Österreich, sowie in Großbritannien und in der Schweiz sind zum Start ausgeschlossen. Einen Zeitplan für Europa nennt OpenAI nicht.
  • Business Premium: ja. Die Premium-Plätze in ChatGPT Business gibt es in allen Regionen, in denen ChatGPT angeboten wird, auch in der EU. Wer in der DACH-Region schon jetzt einen Dot nutzen will, kommt derzeit meist über einen solchen Platz ans Ziel: 125 $ im Monat oder 100 $ bei jährlicher Abrechnung.
  • Enterprise, Edu und Healthcare: Hier kommen Dots als Beta, die standardmäßig ausgeschaltet ist. Ob sie läuft, entscheiden die Administratoren des Workspace.
  • Unter 18 Jahren: keine Dots, unabhängig vom Land.

Daraus ergibt sich eine kuriose Lage: Wer in München, Wien oder Zürich privat ein ChatGPT-Pro-Abo bezahlt, bekommt vorerst keinen Dot. Die Kollegin mit einem Business-Premium-Platz im Firmen-Workspace dagegen schon.

Eine Erklärung bleibt OpenAI schuldig – weder dazu, dass Pro-Kunden in Europa warten müssen, noch dazu, dass das Firmenprodukt trotzdem sofort startet. Das Techportal Trending Topics sieht mögliche Gründe im EU-Recht. Ein Agent, der ständig in Postfach, Kalender und Firmen-Apps mitliest, muss sich an der DSGVO messen lassen: Für jede Verarbeitung dieser Daten braucht es eine Rechtsgrundlage, und die Zweckbindung gilt auch für KI. Hinzu kommen die Transparenzregeln der KI-Verordnung (AI Act), die seit August greifen, und der Digital Services Act, unter dem die EU-Kommission ChatGPT inzwischen als „sehr große Online-Suchmaschine“ führt. Dass Europa bei OpenAI später an die Reihe kommt, hat zudem Tradition: Das Videomodell Sora blieb der EU 2024 zunächst verschlossen, und auch der Agent Operator erreichte Länder außerhalb der USA erst mit einigen Wochen Verzögerung.

Bei der Konkurrenz ist das Bild gemischt. Meta Muse gibt es nur in den USA und Kanada, einen Termin für Europa hat Meta nicht genannt. Für Grok Bot hat xAI keine Ländersperre angekündigt; Voraussetzung ist ein SuperGrok- oder Cursor-Abo, zu haben überall dort, wo diese Abos verkauft werden. OpenClaw läuft ohnehin überall: auf einem Rechner im eigenen Büro ebenso wie in der Cloud.

Das entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Der zugänglichste Agent dieser Art ist hierzulande derzeit ausgerechnet das Projekt, das die Idee populär gemacht hat – OpenClaw.

Die dot.com-Pointe

Am Abend des Starts fiel Nutzern auf, dass dot.com plötzlich auf x.ai/bot weiterleitet, die Seite von Grok Bot. Laut Whois-Daten hat die Domain im Juli den Besitzer gewechselt; xAI hat sich bislang nicht dazu geäußert. Ob gezielter Seitenhieb oder glücklicher Zufall: Am Tag des Starts war Grok Bot nur einen Buchstaben entfernt.

Die Seite x.ai/bot mit der Überschrift „Meet Grok Bot“, auf die dot.com inzwischen weiterleitet Wer dot.com in den Browser tippt, landet hier. (Bild: x.ai)

Muse und Grok Bot im Schnelldurchlauf

Meta Muse

Muse ist der persönliche Agent von Meta. Er läuft auf dem hauseigenen Modell Muse Spark in einer privaten virtuellen Maschine in Metas Cloud; bedient wird er über die Muse-App, muse.ai, eine Mac-App oder WhatsApp. Seine Stärke liegt bei Alltagsaufgaben: Reisen buchen, Formulare ausfüllen, bei US-Geschäften anrufen und über Link von Stripe bei Partnern wie Walmart und Best Buy bezahlen. Muse ist kostenlos nutzbar, dazu kommen Abos für 20 und 100 $ im Monat. Nach nur zehn Tagen stand die App auf Platz 1 im US-App-Store, noch vor ChatGPT.

Die Haken: Muse gibt es nur in den USA und Kanada, und Meta trainiert standardmäßig mit Ihren Muse-Chats, solange Sie nicht widersprechen. Ausführlich haben wir den Agenten in Meta Muse AI vs. OpenClaw vorgestellt.

Top-Downloads der kostenlosen Apps im US-App-Store: Muse von Meta auf Platz 1, ChatGPT auf Platz 2 Muse hat ChatGPT an der Spitze der kostenlosen App-Charts überholt.

xAI Grok Bot

Grok Bot ist die Antwort von xAI: Das Unternehmen bewirbt seine Bots als KI-Teamkollegen, denen man echte Arbeit übertragen kann. Ihre Bots bekommen einen dauerhaften Cloud-Rechner mit echtem Browser, Dateisystem und Terminal, melden sich wie ein Mensch bei Ihren Tools an und erledigen mehrstufige Aufgaben, während Sie weg sind. Das funktioniert auch dort, wo es keine Schnittstelle gibt. Das Alleinstellungsmerkmal heißt „teach a task“: Sie führen einen Ablauf einmal vor, und der Bot macht daraus eine Routine. Bei Passwörtern, Zwei-Faktor-Codes, CAPTCHAs und Zahlungen gibt er die Kontrolle an Sie zurück.

Einzeln kaufen lässt sich Grok Bot nicht. Er steckt in den bezahlten SuperGrok- und Cursor-Abos, am günstigsten inzwischen in Cursor Pro für 20 $ im Monat. Seit SpaceX im August Cursor übernommen hat, teilen sich Grok Bot und Cursor Konto und Abrechnung. Zwei Einschränkungen sollten Sie kennen: Es gibt keine Modellwahl, und alle Ihre Bots teilen sich einen Rechner. xAI warnt in der eigenen Dokumentation davor, getrennte Bots als Sicherheitsgrenze zu betrachten, denn Logins und Dateien auf dieser Maschine stehen allen Bots offen.

Warum alle drei an OpenClaw erinnern

Zufall ist das nicht. OpenClaw ist der quelloffene persönliche Agent, der in diesem Jahr GitHub erobert hat, mit inzwischen rund 390.000 Sternen. Er hat gezeigt, was Menschen von einem Agenten erwarten: immer an, aus der gewohnten Chat-App erreichbar, mit echtem Browser und echter Kommandozeile und mit einem Gedächtnis, das mit der Zeit wächst.

  • Im Februar 2026 wechselte OpenClaw-Erfinder Peter Steinberger zu OpenAI, um KI-Agenten für alle zugänglich zu machen. OpenClaw ging an eine unabhängige, offene Stiftung. Als OpenAI die Dots vorstellte, war Steinberger laut Trending Topics vor Ort.
  • Im September sagte Nat Friedman von Meta Superintelligence Labs, Muse sei zwar von Grund auf neu entwickelt, aber stark von OpenClaw inspiriert. Das Ziel: ein Agent wie OpenClaw, der sicher und einfach ist und Milliarden Menschen erreichen kann.
  • Grok Bot mit seinen „Teamkollegen“, die rund um die Uhr auf einem Cloud-Rechner arbeiten, folgt demselben Muster.

Der DevDay lässt sich deshalb so zusammenfassen: Drei der größten KI-Konzerne haben jeweils ihre eigene, abgeschottete Version von OpenClaw gebaut. Jede wirkt durchdacht, jede ist an Modell und Cloud ihres Herstellers gebunden, und jeder Hersteller entscheidet selbst, wo Sie seinen Agenten nutzen dürfen. Was das bedeutet, erleben Pro-Kunden in Europa gerade ganz praktisch.

Schema: Wo OpenAI Dots, Meta Muse, Grok Bot und OpenClaw laufen – drei Agenten in der Cloud ihres Herstellers mit festem Modell, OpenClaw auf einer Instanz unter Ihrer Kontrolle mit freier Modellwahl Gleiche Idee, vier Besitzer. Nur bei einem können Sie das Modell wechseln und den Agenten mitnehmen.

OpenAI Dots vs. Muse vs. Grok Bot vs. OpenClaw: der direkte Vergleich

1. Einrichtung: Vorteil Dots, Muse und Grok Bot

Die Agenten der drei großen Anbieter sind in wenigen Minuten startklar: anmelden, Namen vergeben, Apps verbinden. Wer OpenClaw selbst betreibt, braucht einen Rechner, der dauerhaft läuft, dazu Node.js, API-Schlüssel und etwas Geduld beim Koppeln der Chat-Apps. Eine gehostete OpenClaw-Instanz schließt den größten Teil dieser Lücke.

2. Apps und Integrationen: Vorteil Dots

Hier liegt die größte Stärke der Dots. Sie greifen auf die mehr als 4.000 Apps und Plugins von ChatGPT zu, dazu kommen Slack und Teams. Das ist ein echtes Argument, wenn Ihre Arbeit ohnehin in SaaS-Tools stattfindet. Grok Bot geht einen anderen Weg und meldet sich einfach wie ein Mensch bei Websites an, was auch ohne API funktioniert. Muse hat weniger Konnektoren, und die sind von Meta geprüft. OpenClaw bringt Browser, Kommandozeile und eine wachsende Skill-Bibliothek mit, die Erweiterungen wählen und installieren Sie aber selbst.

3. KI-Modelle: Vorteil OpenClaw

Dots laufen nur mit GPT, Muse nur mit Muse Spark, Grok Bot nur mit Grok, ohne jede Auswahl. Bei OpenClaw entscheiden Sie je nach Aufgabe: GPT-6 Astra für harte Probleme, Claude Opus 5 für Texte und Code, Gemini 3.8 Flash für günstige Routine-Checks oder ein lokales Modell für vertrauliche Dateien. Wer lieber mit einem europäischen Anbieter arbeitet, bindet Mistral ein. Und erscheint nächsten Monat ein besseres Modell, wechseln Sie in einer Minute.

4. Sicherheit und Kontrolle: Vorteil Dots (unter den großen drei)

OpenAI hat das bislang umfassendste Kontrollsystem vorgelegt: eigene Regeln zum Erlauben, Blockieren und Freigeben, Auto-Review, eine Recherche, die nur lesen darf, und Passwörter, die das Modell nie zu sehen bekommt. Muse setzt auf einen separaten Agenten namens „Sentinel“, der alles freigeben muss, was die VM verlässt. Grok Bot fragt vor heiklen Schritten nach, lässt aber alle Ihre Bots auf demselben Rechner laufen. Bei OpenClaw legen Sie Regeln und Sandbox selbst fest. Das bedeutet mehr Gestaltungsspielraum, aber auch mehr Verantwortung.

5. Verfügbarkeit: Vorteil OpenClaw

Muse gibt es nur in den USA und Kanada. Mit ChatGPT Pro gibt es Dots zum Start weder im EWR noch in Großbritannien oder der Schweiz; in der DACH-Region führt der Weg derzeit über Business Premium. Grok Bot ist überall dort zu haben, wo SuperGrok- oder Cursor-Abos verkauft werden. OpenClaw funktioniert überall und spricht mit Ihnen über WhatsApp, Signal, Telegram, Slack, Discord, Microsoft Teams, iMessage, Feishu und viele weitere Apps.

6. Preis: Muse am günstigsten, Dots am teuersten

Muse hat eine kostenlose Stufe, die Ihnen in Deutschland allerdings nichts nützt, solange Muse hier nicht verfügbar ist. Grok Bot steckt in bezahlten SuperGrok- und Cursor-Abos ab 20 $ im Monat. Gehostetes OpenClaw beginnt bei 39,90 $ im Monat inklusive 40 $ Modell-Guthaben. Für Dots brauchen Sie ChatGPT Pro ab 100 $ im Monat oder einen Business-Premium-Platz für 125 $ (100 $ bei Jahreszahlung), und hierzulande bleibt vorerst nur Letzterer.

7. Datenhoheit und Lock-in: Vorteil OpenClaw

Dots, Muse und Grok Bot sind geschlossen. Ihr Agent, sein Gedächtnis und sein Verlauf liegen auf den Servern des Anbieters, zu dessen Bedingungen. OpenClaw steht unter der MIT-Lizenz, und sein Gedächtnis besteht aus einfachen Markdown-Dateien, die Sie lesen, bearbeiten, sichern und umziehen können. Wer eine gehostete OpenClaw-Instanz verlässt, exportiert alles und betreibt den Agenten selbst weiter. Für Unternehmen, die ihre Datenverarbeitung nach der DSGVO dokumentieren müssen, ist das mehr als ein Detail.

Punktevergleich von OpenAI Dots, Meta Muse, Grok Bot und OpenClaw in den Kategorien Einrichtung, Apps, Modelle, Sicherheit, Verfügbarkeit, Preis und Datenhoheit Dots punkten bei Apps und Feinschliff, OpenClaw überall dort, wo Wahlfreiheit und Datenhoheit zählen.

Welcher KI-Agent passt zu Ihnen?

OpenAI Dots eignen sich, wenn Sie …

  • über ChatGPT Business einen Premium-Platz nutzen (mit Pro geht es in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorerst nicht) oder außerhalb von EWR, Großbritannien und der Schweiz ein Pro-Abo haben,
  • mit Slack, Teams, Gmail, Outlook und anderen SaaS-Apps arbeiten, die ChatGPT bereits anbindet,
  • das ausgereifteste Freigabesystem wollen und das Modell nicht selbst wählen müssen.

Meta Muse eignet sich, wenn Sie in den USA oder Kanada leben, einen kostenlosen Agenten für Besorgungen und Einkäufe suchen und kein Problem damit haben, dass Meta Ihre Daten verwaltet. Für die DACH-Region ist Muse derzeit keine Option.

Grok Bot eignet sich, wenn Sie ohnehin für SuperGrok oder Cursor zahlen und Abläufe auf Websites ohne API lieber einmal vorführen als programmieren.

OpenClaw eignet sich, wenn Sie …

  • das Modell selbst wählen und jederzeit wechseln wollen: GPT, Claude, Gemini, Mistral oder ein lokales Modell,
  • in Deutschland, Österreich oder der Schweiz leben und nicht darauf warten wollen, dass OpenAI den Pro-Tarif freischaltet,
  • Gedächtnis und Dateien Ihres Agenten dort haben wollen, wo Sie sie kontrollieren, ohne Lock-in,
  • einen leistungsfähigen Agenten für deutlich unter 100 $ im Monat suchen.

Entscheidungshilfe: Arbeit in ChatGPT, Slack und Teams – OpenAI Dots; kostenlose Besorgungen in den USA oder Kanada – Meta Muse; Web-Abläufe einmal vorführen – Grok Bot; freie Modellwahl, überall, eigene Daten – gehostetes OpenClaw

OpenClaw in der Cloud – mit dem Modell hinter den Dots

Der wichtigste Grund, einen Agenten der großen Anbieter statt OpenClaw zu wählen, ist die Einrichtung. Genau die nimmt Ihnen open-claw.org ab. Wir betreiben das quelloffene OpenClaw für Sie, und jeder Abonnent erhält eine eigene, isolierte Instanz in einer Cloud-Sandbox, die wie ein Dot rund um die Uhr läuft. Sie brauchen keinen Server, keine Kommandozeile und keine eigenen API-Schlüssel.

  • GPT-6 Astra ohne ChatGPT Pro: Die Tarife enthalten API-Guthaben für GPT-6 Astra, das Modell hinter den Dots, sowie für GPT-5.6, Claude Opus 5 und Gemini 3.8 Flash, abgerechnet zu den offiziellen Preisen der Anbieter. Das Modell wechseln Sie, wann immer Sie möchten.
  • In wenigen Minuten startklar: Im Dashboard auf Create and initialize klicken, danach direkt im Browser chatten oder Telegram bzw. Feishu (Lark) verbinden. Unsere Einrichtungsanleitung und die Telegram-Anleitung führen Schritt für Schritt durch den Prozess.
  • Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Es gibt keine Länderliste. OpenClaw funktioniert dort, wo Sie sind.
  • Ihre Daten bleiben Ihre Daten: Gedächtnis, Dateien und Gespräche liegen in Ihrer eigenen Instanz. Wir trainieren nicht mit Ihren Gesprächen, und Sie können jederzeit alles exportieren und selbst weiterbetreiben.
  • Das vollständige OpenClaw: Skills, Cron-Jobs, Heartbeats, Browsersteuerung und Kommandozeile funktionieren wie gewohnt, denn es ist derselbe Open-Source-Agent.

Das Dashboard von open-claw.org mit einer privaten OpenClaw-Instanz, ihrem Status und dem Gateway-Zugang (Beispieldaten) Ihr OpenClaw-Dashboard auf open-claw.org (Beispieldaten).

Die Tarife beginnen bei 39,90 $ im Monat inklusive 40 $ API-Guthaben, im Jahresabo sind es 23,94 $ pro Monat. Das ist weniger als halb so viel wie der günstigste ChatGPT-Tarif mit Dot, und anders als ChatGPT Pro funktioniert es auch hierzulande. Tarife vergleichen oder ansehen, was andere mit OpenClaw gebaut haben.

Häufige Fragen

Was ist OpenAI Dots?

Dots sind persönliche KI-Agenten in ChatGPT, die rund um die Uhr arbeiten. OpenAI hat sie am 29. September 2026 auf dem DevDay vorgestellt. Jeder Dot läuft auf GPT-6 Astra in einem eigenen Cloud-Rechner, ist mit mehr als 4.000 Apps verbunden, arbeitet im Hintergrund und fragt vor heiklen Aktionen um Erlaubnis.

Gibt es OpenAI Dots in Deutschland?

Mit ChatGPT Pro vorerst nicht: Pro-Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und in der Schweiz sind zum Start ausgeschlossen, einen Termin nennt OpenAI nicht. Business Premium ist dagegen in allen unterstützten ChatGPT-Regionen verfügbar, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nutzer unter 18 Jahren können Dots grundsätzlich nicht verwenden.

Was kostet OpenAI Dots?

Der erste Dot ist ohne Aufpreis in ChatGPT Pro (ab 100 $ im Monat) und Business Premium (125 $ pro Platz und Monat, bei jährlicher Abrechnung 100 $) enthalten. Weitere Dots und mehr Kapazität sollen später gegen eine feste Monatsgebühr kommen; Preise hat OpenAI noch nicht genannt.

Bekomme ich Dots mit ChatGPT Plus?

Zum Start nicht. Dots gibt es in ChatGPT Pro und Business Premium sowie als Beta in Enterprise, Edu und Healthcare, die der Admin einschalten muss.

Kann mich ein Dot anrufen oder mir eine SMS schicken?

Heute schreiben oder sprechen Sie mit Ihrem Dot in ChatGPT und erreichen ihn in Slack oder Microsoft Teams. SMS und Telefonanrufe hat OpenAI als nächste Kanäle angekündigt, aber noch keinen Termin genannt.

Was unterscheidet OpenAI Dots von Grok Bot?

Beides sind Agenten mit eigenem Cloud-Rechner, die rund um die Uhr arbeiten. Dots laufen auf GPT-6 Astra, jeder Dot hat seinen eigenen Rechner, und sie nutzen die 4.000+ Apps von ChatGPT sowie Slack und Teams. Grok Bot läuft auf den Modellen von xAI, alle Ihre Bots teilen sich einen Rechner, und er lernt Aufgaben, indem er Ihnen einmal dabei zusieht. Dots bekommen Sie mit ChatGPT Pro oder Business Premium, Grok Bot mit SuperGrok- oder Cursor-Abos.

Warum führt dot.com zu Grok Bot?

Die Domain dot.com hat im Juli den Besitzer gewechselt und leitet seit dem Abend des Dots-Starts auf die Grok-Bot-Seite von xAI weiter. xAI hat sich bislang nicht dazu geäußert, auch nicht zum auffälligen Timing.

Basiert OpenAI Dots auf OpenClaw?

Offiziell nicht. Dots sind ein eigenes, geschlossenes Produkt von OpenAI. OpenClaw-Erfinder Peter Steinberger arbeitet aber seit Februar 2026 bei OpenAI, und Dots teilen die Grundidee von OpenClaw: ein Agent, der rund um die Uhr auf einem eigenen Rechner arbeitet. OpenClaw selbst bleibt Open Source und wird von einer unabhängigen Stiftung betreut.

Kann ich GPT-6 Astra ohne ChatGPT Pro nutzen, auch in Deutschland?

Ja. Die Tarife von open-claw.org enthalten API-Guthaben für GPT-6 Astra (sowie für Claude Opus 5 und Gemini 3.8 Flash) in Ihrer eigenen gehosteten OpenClaw-Instanz, ab 39,90 $ im Monat und ohne Länderbeschränkung.

Lässt sich OpenClaw mit WhatsApp oder Signal nutzen?

Die Open-Source-Version von OpenClaw unterstützt WhatsApp, Signal und viele weitere Messenger. Im Dashboard von open-claw.org lassen sich derzeit Telegram und Feishu (Lark) verbinden; außerdem können Sie direkt im Browser chatten.

Quellen

OpenAI Dots: Was ist das – und gibt es Dots in Deutschland?